Über uns

Arbeitsschwerpunkt ist die IT-gestützte Aufbereitung und Interpretation von Massendaten, die bei der Analyse der Genexpression mit Microarrays (Biochips), Massenspektrometrie und anderen Multiplextechniken anfallen. Unter Software und Grundlagen finden Sie auf dieser Seite getestete Programme sowie Übersichten über die eingesetzten Algorithmen. In einem Förderprojekt Simchip wurden ferner eigene Computermodelle der Genexpression erstellt.


Hochdurchsatzplattformen für die multiparametrische Nukleinsäure- und Protein-Analytik erobern aber nicht nur die Molekulardiagnostik, sondern beeinflussen auch unsere gesamte Sichtweise der Labormedizin. Seit Beginn der Post-Genome Ära existieren kommerzielle Systeme (Affymetrix, Agilent, Beckman-Coulter, Bio-Rad, Randox, Roche und andere), die sich für die medizinische Diagnostik eignen. Diese Systeme gelten als Vorläufer der „vierten Generation der Laborautomation“, die sich durch Miniaturisierung, Parallelisierung und Vernetzung auszeichnen wird (Stichwort „Lab on a Chip“). Es ist zu erwarten, dass solche Technologien labordiagnostische Profile an jedem Ort zu jeder Zeit und zu einem geringen Preis pro Test verfügbar machen werden.
Die Bioinformatik liefert zu Bewältigung der dabei vorhersehbaren Datenflut eine Vielzahl von Ansätzen wie Cluster- und Hauptkomponentenanalyse, neuronale Netze, SAM und PAM. Ihre Übertragbarkeit auf die medizinische Labordiagnostik ist aber bislang nur unzureichend evaluiert geschweige denn standardisiert. Dieser Aufgabe hat sich die AG Bioinformatik der DGKL in besonderem Maße verschrieben.


gez. G. Hoffmann, M. Neumaier

Clusteranalyse von normalen und anämischen Patienten
Quelle Trillium Report 2008

Die Arbeitsgruppe Bioinformatik der DGKL wurde Ende 2003 gegründet und gehört seit 2009 der Sektion Molekulare Diagnostik an. Gemeinsam mit der AG Genomics veranstaltet sie alljährlich eine gemeinsame Jahrestagung in der Evangelischen Akademie Tutzing.

AG Bioinformatik